Umfang: Der Tarifvertrag der Volkswagen AG gilt für knapp 120.000 Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie der Volkswagen Financial Services AG. Arne Meiswinkel, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Verhandlungsführer des Unternehmens in der Lohnrunde, sagt: “Die Corona-Krise stellte die Lohnparteien vor besondere Herausforderungen. In der Tarifrunde ging es auch darum, die Konsequenzen für Unternehmen und Arbeitnehmer in Grenzen zu halten und den Neustart bestmöglich vorzubereiten. Unter diesen Bedingungen ist die einzig richtige Antwort eine Schlussfolgerung auf Sicht: kurzfristig, mit dem Ziel, unsere wichtigen Projekte auch in schwierigen Zeiten voranzutreiben, und mit dem Ziel, pragmatische und realistische Lösungen für unsere Mitarbeiter zu finden, damit sie mit der Situation am besten umgehen können.” Um mehr Flexibilität zu bieten, wird es möglich sein, individuelle, freiwillige Erhöhungen der Projektarbeitszeit bis zu 40 Stunden pro Woche für 5 % der vom Tarifvertrag erfassten Arbeitnehmer zu vereinbaren. Diese kann im Einvernehmen zwischen den Parteien vorübergehend auf 10 % erhöht werden. Vereinbart wurde unter anderem, die seit 2019 geltende Option zur Umwandlung des zusätzlichen Lohnausgleichs in sechs arbeitsfreie Tage zu verlängern: Künftig gilt die Option auch für Arbeitnehmer, die sich um ein Kind kümmern, das noch nicht 12 Jahre alt ist. Bisher lag die Obergrenze am Ende des 10. Lebensjahres. Bislang haben sich rund 9.400 Eltern für die Urlaubszeiten im Jahr 2020 entschieden. Auch für Eltern und Pflegende wird die Möglichkeit einer Änderung erweitert: Eine Änderung ist nun in bis zu fünf statt in zwei Jahren möglich.

Darüber hinaus besteht Einigkeit darüber, die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile für Angestellte bis zum 30. September 2020 im Rahmen einer Verhandlungspflicht neu zu ordnen. Von dem letzten Bonus erhielten die tarifgebundenen Arbeitnehmer bereits 1.690,50 € brutto mit ihrem Gehalt für November 2019. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter weiterhin einen Betrag von 3.259,50 € (3.700,17 USD) brutto erhalten müssen. Diese wird zusammen mit ihrem Gehalt für Mai bezahlt. 1990 – nach dem Erwerb des gesamten Eigenkapitals – übernahm die Volkswagen AG die volle Beteiligung an SEAT und machte das Unternehmen zu einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft, und am 28. März 1991 wurde ein weiterer Schritt zur Ausweitung der Aktivitäten des Konzerns durch die Unterzeichnung eines Joint-Venture-Partnerschaftsvertrages mit der Firma .koda automobilov.